Rund um die London Underground

Hier sammle ich einfach ein paar Infos rund um die Londoner U-Bahn. Die Seite erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und ich beschränke mich Details, die nicht ganz so häufig im Netz zu finden sind. Seiten über die Nutzung als Schutz-Bunker für die Bevölkerung oder die ehemalige Down Street Station (Nähe Hyde Park) als Churchills Schlupfloch gibt es schon genug.

Wenn wir in London sind, nehmen wir uns hin und wieder die Zeit, zwischen dem Sigthseeing ein paar Bilder von alten Stationsgebäuden, Schildern und den Logos zu machen. Inspiriert durch die Videos von Geoff Marshall (www.geofftech.co.uk) sind wir aber auch außerhalb fündig geworden.

 

Westminster Underground Station. Die optisch sehr moderne Station besteht eigentlich aus zwei Teilen. Ursprünglich war hier nur die District und Circle Line. Die Jubilee Line kam erst viel später dazu. Die Station dazu wurde in einem ausgehobenen Hohlraum unter den vorhandenen Linien gebaut. Während des Baus musste der Clock Tower (Elizabeth Tower, “Big Ben”) durch gezielte Maßnahmen vor einer zu großen Senkung geschützt werden.

Edelstahl und Beton dominieren, es gibt 17 Rolltreppen, 5 Aufzüge und 6 Ausgänge. Alles “schwebt” in diesem großen Raum.

Rolltreppe
Bahnsteigtüren

Alles ist sichtbar auf Pfeilern gestützt oder wird von Röhren gehalten. Hier fährt man unter anderen Rolltreppen durch.

An einigen Jubilee Stationen gibt es die Bahnsteigtüren. Sie schützen und verbessern die Zugluft-Verhältnisse.

Waterloo
Elephant

Waterloo Underground Station. Bakerloo, Nothern und auch die Jubilee Line sind hier erreichbar.

Die Skulptur ist ein Überbleibsel aus einer Ausstellung. Künstler: Kendra Haste

Maida Vale Underground Station. Ein denkmalgeschütztes Gebäude auf der Bakerloo Line. Der Underground Schriftzug an der Fassade ist aus Einzelfliesen gemacht. Auch die Leuchtzeichen tragen den alten Schriftzug. Das Roundel innen ist sogar aus Mosaik-Steinchen gefliest.

MV_Roundel
MV_Entrance

Gleich zwei dieser schönen Roundels sind im Eingangsbereich.

Der Underground Schriftzug noch mit den einzelnen Balken

WarwickAvenue
WA_CabmensShelter

Warwick Avenue Underground Station. Hier steht eines der 13 verbliebenen London Cabmens’s Shelter. Hier konnten  Taxi Fahrer Essen, Trinken und sich aufwärmen ohne ihren Stand zu verlassen, den das durften sie ursprünglich nicht.

OK, wir waren auch wegen des Songs von Duffy hier...

Ein Cabmen’s Shelter durfte nicht größer als eine Pferdegespann sein.

Thurloe Square, nicht weit der South Kensington Station, fanden wir dieses Wohnhaus ein Foto wert. Was wohl in der Wohnung auf der schmalen Seite untergebracht ist? Ein Blick über die Brücke klärt zumindest, warum das Gebäude so errichtet wurde: das nördlichere Gleis verschwindet hier im Tunnel.

Wohnhaus
Wohnhaus_Seite

Die Rückseite des Hauses liegt parallel zu den Gleisen.

MDR_SouthKensington
MDR

Für die South Kensington Underground Station gibt es zwei Gebäude. Hier treffen sich Großprofil und Tube. Das Hauptgebäude der Metropolitan and District Railways ist das ältere und steht unter Denkmalschutz. Das Gebäude mit den roten Terrakotta Ziegeln enthielt die Aufzüge zur Piccadilly Line.

Über dieses Gebäude sind heute die Circle und District Line, sowie die Piccadilly Line erreichbar. Schön das schmiedeeiserne Werk...

Die Victoria Station ist einer der Hauptbahnhöfe in London und damit auch ein wichtiger Umsteigepunkt zur Underground. Also auch hier wieder die ältere Circle und District Line (Großprofil) und die deutlich jüngere Victoria Line (Tube). Um die ständige Überlastung in den Griff zu bekommen, wird derzeit erweitert. Bis 2016 soll eine gemeinsame Schalterhalle entstehen.

maps
VictoriaStation

Unser Interesse gilt aber diesen gezeichneten Karten der London, Brighton and South Coast Railway. Die goldenen Buchstaben samt Hintergrund sind auch hier aus Mosaiksteinchen gelegt.

Das Dach der Temple Station ist begehbar. Von dort kann man ein Stück über die Themse blicken, der Elizabeth Tower ist gut sichtbar. Ein Plätzchen zum Ausspannen... Durch das Gitter des Luftschachts kann man die Züge und die Plattform sehen. Am Eingang gibt es ebenfalls eine historische Karte.

Herbst
map_1932
T_CabmensShelter

Underground Map von 1932

Themse

Noch ein Cabmen’s Shelter (Nordseite)

Süden: Themse. Nordwesten: Surrey Street...

“The Thin House”

BS
E&C
LS
MV
PD
SP
Underground
EC_360
Strand_360
MaidaVale_360
WL
NHG
SouthKensington_inside

Gebäude der GNP&BR (Piccadilly Line). Die Aufzüge gibt es nicht mehr.

...und die Arkaden, die das Glasdach tragen.

GNP_BR_SouthKensington
LG2
LG3
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Im Stadtteil Bayswater gibt es recht viele Hotels. Ganze Straßen weisen eine fast einheitliche Optik auf. Beim Anblick der Bilder sieht man, wie weit das ging. Vergleicht man die Fenster und Türen stellt man schnell fest, das hier etwas nicht stimmt.

Kein Fensterglas, kein Briefkasten. Hinter der rund 1,5 Meter dicken Fassade verbirgt sich eine Öffnung für die Underground. Damals musste noch der Rauch der Lokomotiven abziehen können. Rechts die Fassade von hinten. Mut zur Lücke an der Front hatte man in diesem gehoben Viertel jedoch nicht.

Wie schreibt man eigentlich St. James’s Park?

SJP1
SJP2

Das mit dem Apostroph und dem s kann tückisch sein...

Sobald wir wieder Zeit und Gelegenheit haben, geht es hier weiter. Wer sich für den Transport for London interessiert, dem empfehlen wir einen Besuch im London Transport Museum, Covent Garden.

HSK
GP
HB
SK
OxfordCircusStation
UG_120

Nicht weit der Temple Station gibt es eine stillgelegte Station, ursprünglich Strand Station. Um Verwirrungen mit Charing Cross (Strand) zu vermeiden, wurde sie in Aldwych umgetauft. Februar 2016 hatten wir die Gelegenheit, sie zu besichtigen. Uns war Aldwych eine separate Seite wert. (klick)

Tiles120
Tiles120s
Aldwych2_120

Weiter auf der Suche nach den nicht ganz gewöhnlichen Dingen führt uns ein Hinweis nach Greenford. Mit der Central Line also westwärts bis in die Zone 4. Hier soll noch die letzte der alten Rolltreppen mit Holzstufen im Einsatz sein. Ursprünglich waren diese nicht so selten. Nach dem großen Brand 1987 in der King’s Cross Station wurden diese Rolltreppen aber ersetzt.

Aber wo ist nun die Rolltreppe aus Holz? Hier ist nicht mehr als eine gewöhnliche Rolltreppe aus Metall, Treppen und ein neuer Aufzug.

Bei dem neuen Aufzug handelt es sich um einen Inclinator (zusammengesetzt aus incline und elevator), einem Schrägaufzug. Eine günstige Alternative zum Bau eines Aufzugschachts.

Perfekt für barrierefreien Zugang, günstig für den Betreiber. Ärgerlich für uns: der Austausch der alten Rolltreppe gegen den Inclinator hat rund zwei Wochen vor unserem Besuch statt gefunden...

Inclinator
Kingsx
Canary
GloucesterStation
Green
thinhouse

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