Die älteste U-Bahn der Welt - die London Underground

Die Londoner Tube ist auch für Besucher ein Muss. Nicht nur, weil man in London damit nahezu überall hinkommt, sondern weil sie eben einen ganz besonderen Charme hat. Die Stationen erzählen Geschichte. Schöne alte glasierte Fliesen, moderner Edelstahl, Schnörkel aus Guß, viele Holzelemente, still gelegte Stationen, lange Fußgängertunnel (es wird diszipliniert links gegangen - es sei denn, ein Schild sagt etwas Anderes), lange Rolltreppen, tiefe Wendeltreppen und und und...

Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand die Idee, Menschen unterirdisch zu transportieren. Die Bevölkerung wuchs stark an, in der Innenstadt gab es keine Bahnhöfe, bereits damals herrschte in London Verkehrschaos.

Mit dem Tunnel für den ersten Streckenabschnitt der Metropolitan Railway wurde dann 1860 begonnen, gebaut nach der “cut and cover” Methode wenige Meter unter der Oberfläche. Später kamen kleinere, tiefer liegende Röhren dazu, welche Anfangs noch mit Spitzhacke und Schaufel gegraben wurden. Durch den Einsatz von Tunnelbohrmaschinen wurden dann Röhren in Tiefen bis zu 50 m möglich.  Ab 1890 gab es die erste elektrifizierte Strecke.

Heute fahren mehr als 3 Millionen Menschen täglich mit der Londoner U-Bahn. Durch das disziplinierte Verhalten der Briten und ein geniales Ticketsystem gibt es auch an den Zugängen keine Wartezeiten. Die Züge fahren durchschnittlich alle 4 Minuten, Platzangst sollte man zur Peak allerdings nicht mitbringen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Bahnen: die Sub-Surface (Großprofil), welche vielen deutschen U-Bahnen entspricht  und die Tube. Die Tunnel für die Tube sind nur halb so groß und rund, die Züge entsprechend kleiner. Trotzdem empfehle ich eine Fahrt z. B. mit der Piccadilly Line, das Auf und Ab und die Kurven machen Spaß und die (hier eingesetzten) 1973 Stock schöner als die D Stock auf der District Line.

Hier noch ein paar U-Bahn Eindrücke aus London und Berlin zum Vergleich:

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Na, wo isses?

OK, hier was Leichtes

Allgegenwärtig - The Roundel, ein roter Ring mit blauem Balken. Darauf entweder “Underground” oder der Stationsname. So ist jede Londoner Underground Station leicht erkennbar. Äh, London?

Lichtspielerreien mit LED-Technik. Links die Gloucester Road Station, rechts der Spittelmarkt

Temple Station links, Wittenbergplatz rechts

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Wer kennt die Station mit den schönen glasierten Terrakotta-Ziegeln und weiß, was es mit der Station auf sich hat?

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Derjenige kann sich dann vielleicht auch denken, warum ich beim Anblick des Typen links ein wenig gezuckt habe.

Es gibt Wichtiges und weniger Wichtiges Wissen über die London Underground und deren Stationen. Viele der alten Stationen könnten eine kleine Geschichte erzählen. Einige stehen heute unter Denkmalschutz.

Wer darüber etwas mehr wissen möchte oder das Logo einfach toll findet, klickt auf den Pfeil...

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